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Leistungen

Ziel der physiotherapeutischen Behandlung ist es, Schmerzen zu lindern und zu beseitigen, Heilungsprozesse anzustoßen und zu beschleunigen, Funktionsstörungen zu beheben, sowie durch präventives Handeln Funktionsstörungen und Schmerzzustände gar nicht erst entstehen zu lassen. Die Grundlagen jeder Therapie sind ein ausführliches Erstgespräch und eine anschließende umfangreiche physiotherapeutische Untersuchung. Der darauf aufbauende individuelle Behandlungsplan beinhaltet eine umfassende Beratung sowie unterschiedliche Therapie- und Trainingsmaßnahmen.

Ich habe mich auf Behandlungen des neuro-muskuloskelettalen Systems (Nerven, Muskeln, Knochen und Gelenke) und des lymphatischen Systems sowie auf die Therapie chronischer Schmerzen spezialisiert. Zusätzlich biete ich individuelles Training im Rahmen der Prävention an. Nachfolgend beschreibe ich einige häufige Beschwerdebilder und Therapieindikationen. 

Sollte Ihr Beschwerdebild nicht enthalten und Sie daher unsicher sein, ob eine physiotherapeutische Behandlung bei Ihnen empfohlen ist, können Sie mich gerne kontaktieren.

Häufige neuro-muskuloskelettale Beschwerdebilder nach Körperregionen sortiert:

Becken

Neuromuskuloskelettale Störungen im Bereich des Beckens können unterschiedliche Ursachen haben und verschiedene Symptome auslösen. Einerseits können die Beschwerden den Bewegungsapparat betreffen. So kann zum Beispiel das Sakroiliakalgelenk (in Deutschland auch häufig als Ileosakralgelenk bezeichnet) an der Störung beteiligt sein.
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Es kann in diesem Gelenk zu Blockaden infolge von Verletzungen beim Sport oder Unfällen kommen, aber auch ein vergrößertes Bewegungsspiel führt nicht selten zu starken Schmerzen im Beckenbereich. Auch während der Schwangerschaft oder nach der Geburt tritt dieser Schmerz häufig auf (Östgaard 1998). 

Andererseits treten neben diesen Störungen des Bewegungsapparates auch Funktionsstörungen des Beckenbodens auf, die zum Beispiel zu Störungen der Kontinenz, Entleerungsstörungen, sexuellen Dysfunktionen sowie Lageänderungen der Beckenorgane führen.
In diesen Fällen ist häufig ein gezieltes Training der Beckenbodenmuskulatur sinnvoll.

Östgaard H. Assessment and treatment of low back pain in working pregnant women. In: Vleeming et al. (Hrsg.).
3rd interdisciplinary world congress on low back and pelvic pain. European Congreß Organizers, Rotterdam 1998.

Ellenbogen

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Typische Diagnosen im Bereich des Ellenbogens sind Tennis- und Golferellenbogen. In beiden Fällen handelt es sich um Sehnenansatzreizungen. Die Schmerzen treten hierbei entweder in der Streck- oder in der Beugemuskulatur auf. Für eine erfolgreiche Therapie ist es wichtig, die Art der Reizung in der Untersuchung zu erkennen.

Die Sehnenansätze können entzündet oder schon strukturell verändert sein. Die Therapie richtet sich immer nach dem Zustand der Sehne. Ziel ist es, die Belastbarkeit des Gewebes zu erhöhen.
Mitunter sind auch entfernt liegende Strukturen an der Sehnenproblematik beteiligt und sollten deshalb in die Behandlung integriert werden. Ein positiver Effekt von physiotherapeutischen Maßnahmen konnte bereits nachgewiesen werden (Bisset et al. 2006, Olaussen et al. 2013)

Beispiele für weiter Schmerzursachen:

  • Nervenirritationen
  • Arthrose oder Arthritis

Bisset L, Beller E, Jull G, et al; Mobilisation with movement and exercise, corticosteroid injection, or wait and see for tennis elbow: randomised trial. BMJ. 2006 Sep 29.
Olaussen M, Holmedal O, Lindbaek M, et al; Treating lateral epicondylitis with corticosteroid injections or non-electrotherapeutical physiotherapy: a systematic review. BMJ Open. 2013 Oct 29;3(10).

Fuß

Beschwerden an den Füßen können die unterschiedlichsten Ursachen zu Grunde liegen.
In manchen Fällen handelt es sich um angeborene oder erworbene Fehlstellungen, welche auch auf die Statik des Körpers Auswirkungen haben können.
Daneben sind durch Fehl-, Über- oder Unterbelastung akute oder chronische Störungen der Strukturen im Fußbereich möglich.

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Hand

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Häufige Schmerzursachen im Handbereich:

  • Karpaltunnelsyndrom (Nervenkompressionssyndrom)
  • Arthrose -Arthritis
  • Sehnenscheidenentzündungen
  • Frakturen (Brüche)
  • Fehlstellungen der Handwurzelknochen

Hüfte

Schmerzen im Bereich der Hüfte können von vielen verschiedenen Strukturen hervorgerufen werden. Da Schmerzen häufig aus anderen Regionen in den Hüftbereich einstrahlen, ist eine genaue Differenzierung der verschiedenen Körperstrukturen in der Untersuchung notwendig.

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Dies ist in vielen Fällen nicht einfach; nur durch gezieltes Testen kann der Untersucher feststellen, welche Struktur die Ursache für die Beschwerden ist und welche funktionellen Schwächen diese begünstigen. Beispiele für Schmerzursachen im Hüft- und Leistenbereich:

  • Hüftgelenksarthrose
  • Femoroacetabuläres Impingementsyndrom (Enge zwischen Hüftkopf und Hüftpfanne)
  • Schleimbeutelentzündung
  • Sehnenansatzreizung (z.B. an den Adduktoren) 

Kiefer

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Beschwerden im Bereich des Kiefers (Craniomandibuläre Dysfunktionen oder CMD) sind vielfältig und können verschiedene Ursachen haben.

Typische Symptome sind Schmerzen beim Kauen, Bewegungsschmerzen, Gelenkgeräusche, Blockierungen des Kiefergelenkes, aber auch Beschwerden an den Zähnen wie beispielsweise Zahnabrieb, Zähnepressen, eine veränderte Bisslage sowie weiter entfernt liegende Symptome.

Selten ist nur ein Entstehungsmechanismus für das Auftreten der Beschwerden verantwortlich. Strukturelle Faktoren wie beispielsweise fehlende Zähne oder Vorkontakte durch nicht passende Zahnfüllungen und funktionelle Faktoren (z. B. angespannte Kaumuskulatur, veränderte Haltung der Halswirbelsäule) sowie auslösende und unterhaltende Faktoren wie Stress oder Überbelastung kommen häufig in Kombination vor. Aufgrund der Vielseitigkeit der Symptome und Ursachen gibt es nicht die „eine“ Therapie bei Kieferschmerzen. Je nach physiotherapeutischem Untersuchungsergebnis ist für manche Patienten vor allem allgemeines Entspannungstraining und Wahrnehmungstraining notwendig, während in anderen Fällen die lokale manuelle Therapie im Vordergrund der Behandlung steht.
Ein positiver Therapieeffekt durch physiotherapeutische Behandlungstechniken insbesondere durch orthopädische manuelle Therapie konnte in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen werden

Calixtre LB, Moreira RF, Franchini GH, Alburquerque-Sendín F, Oliveira AB. Manual therapy for the management of pain and limited range of motion in subjects with signs and symptoms of temporomandibular disorder: a systematic review of randomised controlled trials.
J Oral Rehabil. 2015 Nov;42(11):847-61. Ghurye S, McMillan R. Pain-Related Temporomandibular Disorder - Current Perspectives and Evidence-Based Management. Dent Update. 2015 Jul-Aug;42(6):533-46.
Martins WR, Blasczyk JC, Aparecida Furlan de Oliveira M, Lagôa Gonçalves KF, BoniniRocha AC, Dugailly PM, de Oliveira RJ. Efficacy of musculoskeletal manual approach in the treatment of temporomandibular joint disorder: A systematic review with meta-analysis. Man Ther. 2016 Feb;21:10-7

Knie

Am Kniegelenk stellen traumatische und atraumatische Probleme eine Indikation zur Physiotherapie dar. So gehören Risse des vorderen Kreuzbandes zu den häufigsten Sportverletzungen (Wilke 2004). Der Verletzungsmechanismus kann entweder durch einen Zweikampf (Contact- Verletzungen) oder durch indirekte Gewalteinwirkung (Non-Contact-Verletzungen) entstehen.

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Zur Therapie eines Kreuzbandrisses kommen entweder operative Verfahren samt physiotherapeutischer Nachbehandlung oder Behandlungen ohne Operation in Frage.Die Entscheidung für oder gegen eine Operation kann nicht pauschal gefällt werden, sondern ist vom Einzelfall abhängig. Hierbei spielt die funktionelle Stabilität eine wichtige Rolle. Der Mythos von einer schnelleren Degeneration des Kniegelenkes ohne Kreuzbandersatz ist nur dies: ein Mythos (Delincé und Ghafil 2012). Egal, ob eine Operation stattgefunden hat oder nicht, eine physiotherapeutische Behandlung zur Verbesserung der Kniegelenksstabilität ist zwingend erforderlich. Wichtig ist hierbei, die Maßnahmen ständig an den funktionellen Status anzupassen und die durch verschiedenste Übungen entstehenden Belastungen auf das Knie und seine Strukturen zu beachten.

Eine weitere häufige Pathologie im Kniegelenk stellt der Meniskusriss dar. Dieser Riss kann entweder traumatisch oder infolge von Degeneration sowie Alterung entstehen. Traumatische Risse entstehen eher bei jüngeren Menschen und oft stellt das operative Vorgehen die Therapie der Wahl dar. Physiotherapeutische Maßnahmen kommen im Rahmen der Operationsnachbehandlung zur Anwendung.
Ist der Meniskusriss degenerativer Art, sollte ein konservatives Vorgehen mit Physiotherapie die erste Wahl sein.

Weiter Beispiele für Knieschmerzen, welche physiotherapeutisch oder im Rahmen einer Nachbehandlung therapeutisch versorgt werden: - akute oder chronische Sehnenansatzreizung (Insertionstendopathie) z.B. Patellaspitzensyndrom

  • Patellaluxation
  • Knorpelschaden (Arthrose, Chondromalazie, osteochondrosis dissecans)
  • Patellaluxation
  • Seitenbandverletzungen

Delincé P1, Ghafil D. Anterior cruciate ligament tears: conservative or surgical treatment? A critical review of the literature. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc. 2012 Jan; 20(1): 48-61.
Khan M, Evaniew N, Bedi A, Ayeni OR, Bhandari M.
Arthroscopic surgery for degenerative tears of the meniscus: a systematic review and meta-analysis. CMAJ. 2014 Oct 7;186(14):1057-64. 
Wilke A. Vordere Kreuzbandläsion. Darmstadt; Steinkopf-Verlag: 2004.

Kopf

leistungen kopfschmerzen

Kopfschmerz (Cephalgie) gehört zu den häufigsten Beschwerden der Bevölkerung.

Es kann generell zwischen primärem und sekundärem Kopfschmerz unterschieden werden (International Headache Society 2003). Zu den primären Kopfschmerzen gehören unter anderem Migräne, Spannungs- und Clusterkopfschmerz.

Ihnen liegt keine strukturelle Ursache zugrunde. Sekundäre Kopfschmerzen sind Symptome einer Erkrankung wie z. B. Gefäßstörungen im Kopf oder Halsbereich, Nasennebenhöhlenentzündungen sowie Störungen im Bereich der Halswirbelsäule, welche auch durch ein Schleudertrauma entstehen können. Neben der Behandlung von Migräne und Spannungskopfschmerz stellt vor allem der cervicogene Kopfschmerz (Kopfschmerz der seinen Ursprung in der Halswirbelsäule hat) eine Indikation zur physiotherapeutischen Behandlung dar.
Die Effektivität von orthopädischer manueller Therapie (OMT) und speziellen aktiven Übungen konnte bereits nachgewiesen werden (Racicki et al. 2013). Hierbei ist es besonders wichtig, den Zusammenhang zwischen der Halswirbelsäule und dem Kopfschmerz durch manuelle Untersuchungstechniken festzustellen.

International Headache Society. ICHD-II. 2003.
Racicki S, Gerwin S, Diclaudio S, Reinmann S, Donaldson M. 
Conservative physical therapy management for the treatment of cervicogenic headache: a systematic review. J Man Manip Ther. 2013 May;21(2):113-24

Nacken

Schmerzen im Nackenbereich sind häufig.

Fast jeder Mensch kennt das Gefühl eines steifen oder schmerzhaften Nackens. Meist gehen die Beschwerden von allein wieder weg und es bedarf keiner Therapie. Mitunter können die Beschwerden allerdings wiederkehren und hierbei auch in den Kopf- oder Schulter-Arm-Bereich ausstrahlen.

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Der Grund hierfür kann spezifisch (zum Beispiel ein Bandscheibenvorfall) oder unspezifisch (ohne strukturell sichtbare Veränderung) sein. Als Ursache für den unspezifischen Schmerz kommen Störungen der Muskelansteuerung (O’Leary et al. 2009) oder Störungen der Gelenkmechanik in Frage. 

Physiotherapeutisch werden sowohl spezifische als auch unspezifische Nackenschmerzen behandelt. Je nach Schmerzursache und Störung reicht die Wahl der Behandlungstechniken von Nervenmobilisationen über Gelenkmobilisationen bis hin zu Entspannungstraining und Koordinationsübungen.

O ́Leary S, Falla D, Elliot JM and Jull G. Muscle dysfunction in cervical spine pain: implications for assessment and management.
Journal of Orthopaedic & Sports Physical Therapy. 2009, 39(5): 324-333.

Rücken

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 Etwa 85% der Bevölkerung in den Industrienationen erleben mindestens einmal eine Episode von Rückenschmerzen (Hildebrandt et al. 2005). Rückenschmerzen betreffen also fast jeden Menschen irgendwann einmal. Allerdings sind diese Schmerzen in den meisten Fällen gutartig und vergehen wieder.

Diese Rückenschmerzen werden als unspezifische Rückenschmerzen bezeichnet, da ihnen keine strukturelle Ursache zugrunde liegt. Deshalb wird bildgebende Diagnostik (z. B. Röntgen oder Kernspin) nur in seltenen Fällen empfohlen und von Ihrem behandelnden Arzt durchgeführt oder angeordnet.
Die Ursachen für unspezifische Rückenschmerzen sind in vielen Fällen auf funktionelle Störungen zurückzuführen und diese sind nur durch eine manuelle sowie funktionelle Untersuchung identifizierbar und in vielen Fällen durch physiotherapeutische Behandlungsmaßnahmen auch gut therapierbar.

Rückenschmerzen, die auf eine eindeutige Strukturschädigung zurückzuführen sind, werden als spezifische Rückenschmerzen bezeichnet. Hierzu gehören zum Beispiel Bandscheibenvorfälle, Stenosen (Verengungen) an der Lendenwirbelsäule oder Wirbelgleiten (Spondylolisthesis). Auch in diesen Fällen ist eine konservative Behandlung unter anderem mit Physiotherapie von großer Bedeutung.

Hildebrandt J, Müller G, Pfingsten M. Lendenwirbelsäule. München: Elsevier 2005.

Schulter

Schulterschmerzen sind ein häufiger Grund medizinischer Behandlung (Luime et al. 2004). Bei 70-80% aller Schulterbeschwerden handelt es sich um ein Impingementsyndrom (Ostör et al. 2005), welches sich unbehandelt durch einfaches Abwarten meist nicht verbessert. Dies rückt die Wichtigkeit der Therapie des Impingementsyndroms in den Vordergrund (Priller 2015).

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Liegt ein Schulterimpingementsyndrom vor, so sind vor allem Bewegungen über Kopfhöhe schmerzhaft. Da das Impingementsyndrom nicht als eine Erkrankung gesehen werden kann, sondern vielmehr einen Überbegriff eines Symptombildes bezeichnet, ist die genaue Differenzierung von großer Bedeutung. Das Aufsuchen der zugrunde liegenden Mechanismen und Pathologien geschieht durch manuelle Untersuchungstechniken.

Basierend auf den vorgefundenen Störungen, wie zum Beispiel Instabilitäten im Schultergelenk, Sehnenverletzungen oder Veränderungen der Schulterblattbewegungen, wird die physiotherapeutische Behandlung individuell angepasst und stellt sich als sehr effektive Therapiemethode dar (Priller 2015). Weiter Beispiele für Schulterschmerzen, welche physiotherapeutisch oder im Rahmen einer Nachbehandlung therapeutisch versorgt werden:

  • Frozen Shoulder (Steife Schulter)
  • Rotatorenmanschettenriss
  • Arthrose im Schultergelenk oder Schultereckgelenk
  • Bicepssehnenriss -SLAP-Läsion (Verletzungen der Gelenklippe)
  • Instabilitäten und Luxationen (Herausspringen des Oberarmkopfes aus der Pfanne)
  • Frakturen (Brüche)

Luime JJ, Koes BW, Hendriksen IJ, Burdorf A, Verhagen AP, Miedema HS, Verhaar JA. Prevalence and incidence of shoulder pain in the general population; a systematic review. Scand J Rheumatol 2004; 33(2): 73-81.

Ostör AJ, Richards CA, Prevost AT, Speed CA, Hazleman BL. Diagnosis and relation to general health of shoulder disorders presenting to primary care. Rheumatology 2005; 44(6): 800-805.

Priller J. Master-Thesis. Effektivität physiotherapeutischer Maßnahmen bei einem Schulterimpingementsyndrom – eine systematische Literaturübersichtsarbeit. 2015. 

Weitere Beschwerdebilder:

Chronische Schmerzen

Die allermeisten Menschen empfinden Schmerz als etwas Unangenehmes. Gerade deshalb sind Schmerzen auch so wichtig, denn sie informieren uns über Verletzungen oft schon, bevor diese auftreten (z. B. beim Berühren einer heißen Herdplatte).

Schmerzen sind auch bei akuten Verletzungen sinnvoll, denn sie erinnern einen immer wieder daran, dass etwas nicht passt und ermahnen somit zur Vorsicht. Hierdurch bekommt das Gewebe die Möglichkeit zu heilen, ohne ständig überlastet zu werden. Allerdings kann das gesamte Schmerzsystem auch dahingehend gestört sein, dass ständig Schmerzen vorhanden sind. Dies kann ohne irgendeine Art von Gewebeverletzung oder potenzielle Gewebeverletzung der Fall sein. Der Schmerz ist somit eine eigenständige Erkrankung. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, zu erwähnen, dass der Schmerz nie eingebildet ist; jeder wahrgenommene Schmerz ist somit real. Lediglich die Ursache für den Schmerz sind andere als bei nicht-chronischem Schmerz.

Es gibt eine Menge von Gründen und Veränderungen, die für chronische Schmerzen verantwortlich sind und folglich bei der physiotherapeutischen Behandlung berücksichtigt werden müssen. In der Therapie ist stets das erste Ziel, die Schmerzphysiologie kennenzulernen, um dann den Umgang mit dem Schmerz zu verändern und hierdurch den Schmerz zu beeinflussen.

Lymphatische Beschwerdebilder

Das Lymphsystem ist ein Drainagesystem. Es transportiert Lymphe aus der Peripherie in den venösen Blutkreislauf. Dieses System kann aufgrund unterschiedlicher Ursachen aus dem Gleichgewicht geraten, wodurch eine Schwellung (Ödem) entsteht.

Die Störung kann einerseits angeboren sein (primäres Lymphödem) und in der Kindheit, in der Pubertät oder bis zum 35. Lebensjahr auftreten. Andererseits kann die Störung durch Operationen, Krebserkrankungen und -behandlungen, Bestrahlungen, Infektionen sowie Venenerkrankungen hervorgerufen werden (sekundäres Lymphödem).

Eine genaue Untersuchung des Gewebes in Bezug auf Art und Ausmaß des Ödems stellt immer die Basis der Therapie dar. Die Therapie umfasst sanfte Griffe sowie, falls notwendig, Techniken zur Mobilisation, die deutlich fester durchgeführt werden. Kombiniert wird die Behandlung, in Abhängigkeit von der Ödemart, mit Kompressionstherapie und Bewegungsübungen. 

Prävention und Training

Neben der Behandlung von akuten Beschwerdebildern hat sich in der Physiotherapie das präventive Vorgehen etabliert. Ziel ist es hierbei, das Auftreten von Beschwerden zu reduzieren oder komplett zu verhindern. Zum Beispiel können Sportler durch gezielte Trainingsmaßnahmen das Verletzungsrisiko für bestimmte Strukturen deutlich reduzieren, aber auch das Auftreten von Rückenschmerzen kann je nach Art der Beschwerden positiv beeinflusst werden.

Neben der Prävention kann ein gezieltes physiotherapeutisches Training auch die sportliche Leistungsfähigkeit in vielen Sportarten verbessern oder einfach zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen.

 

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